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ChromeCars spürt original ‚Eleanor‘ aus dem Film „Nur noch 60 Sekunden“ auf und holt sie nach Deutschland

Eleanor – das Original

Als Chris Zöllner von ChromeCars eines Abends im Jahr 2000 aus dem Kino kommt, ist er ein anderer Mensch. Nicht besessen, nein, beseelt ist er von einem Auto aus dem neuen Film „Nur noch 60 Sekunden“ (Originaltitel: Gone in 60 Seconds). Und wer kennt das legendäre Paar nicht? Der Nicolas Cage alias Meisterdieb Memphis Raines und der legendäre 1967er Shelby GT500, genannt Eleanor, sorgen in dem Kultstreifen für Aufregung in der Szene der Musclecar-Fans, zu der auch Chris gehört. Fortan verfolgt er akribisch den Werdegang der Filmautos, von denen drei originale „Hero Cars“ die Filmproduktion überleben.

Doch zurück zum Film: Der Plot, in dem Protagonist Memphis Raines 50 Fahrzeuge in einer Nacht stehlen soll, um seinen Bruder Kip aus den Fängen einer gefährlichen Autoschieberbande zu befreien, machten den Shelby zur Legende: Das 50ste und somit letzte Auto aus der Liste der zu stehlenden Fahrzeuge ist der Shelby Eleanor, zu dem Raines eine ganz besondere, geradezu erotische Zuneigung entwickelt. Bei ihrer ersten Begegnung streichelt er der Autodame sanft über ihre Kurven und spricht zu ihr. „Als Eleanor in ihrer vollen Pracht über die Kinoleinwand fegte, staunten alle Zuschauer und auch ich war hin und weg“, sagt Chris Zöllner. „Denn der Wagen war offensichtlich kein originaler GT500, sondern eine völlig neu interpretierte Version eines alten Klassikers.“

Von diesem Moment an weht ein neuer Wind durch die weltweite Mustang Community. Woher kommt das neue Styling? Wer könnte das nachbauen? „Für den Film designed wurde Eleanor von Hot Rod Designer-Legende Steve Stanford und Chip Foose“, erklärt Chris. Die Nachfrage unmittelbar nach dem Kinostart ist so groß, dass die Firma Cinema Vehicle Services (CVS), California, die Firma, die auch die Filmfahrzeuge gebaut hat, sich dazu entschließt, eine streng limitierte Auflage – man munkelt von 150 – ‚Eleanor‘-Bausätzen zu produzieren und an Endkunden zu verkaufen. Felgen, Auspuffanlagen und Fiberglass-Anbauten gehören zum Bausatz. CVS führt eine Liste aller Fahrzeuge mit ihrer jeweiligen Fahrgestellnummer, die damals ein sogenanntes „CVS Body Kit“ erhalten haben. „Kein anderes Body Kit als das von CVS – auch keine Lizenzprodukte – ist authentisch“, betont der Mustang-Experte von ChromeCars. Selbstverständlich folgen auch zahllose Tuner und Anbieter dem Boom und fertigen teils sogar lizensierte Repliken an. „Doch nach meinem Verständnis dürften sich nur die original von CVS stammenden Umbauten sich heute noch Eleanor Replica nennen.“

Für den Film produzierte CVS 11 Fahrzeuge, darunter diverse Kamerafahrzeuge. Lediglich drei voll funktionsfähige Shelbys sind darunter. „Diese sogenannten ‚Hero Cars‘ sind die besonders schönen, die mit den Stars selbst im Film zu sehen sind, auch bei längeren Szenen“, sagt Chris. Ein zwölftes Fahrzeug gab der Produzent Jerry Bruckheimer für seinen Eigengebrauch gleich nach den Dreharbeiten auf Basis eines 1967er Shelby GT500 in Auftrag. Alle 11 Filmfahrzeuge basierten auf den normalen 67/68 Fastback Mustangs, motorisiert größtenteils mit Small Block V8 Motoren. Die drei Hero Cars jedoch sind zeitgenössische, waschechte Performance Cars. Sie sind bestückt mit einer 9“ Lincoln Hinterachse, einem kompletten Fahrwerks-Upgrade samt Gewindefahrwerk, Performance Querlenkern, „Rack and Pinion“ Servolenkung und Stabilisatoren von TCP (Total Control Products) und 351cid High Performance Motoren aus dem Hause Ford Racing.

Das einzige Fahrzeug mit einem Big Block Motor war das sogenannte Highspeed Fahrzeug, welches ausgestattet mit einem 390cid Motor für die rasanten Fahrszenen, beispielsweise im LA River, verwendet wurde. Ähnlich wie die Non-Hero-Cars existiert, nach Kenntnis der Chrome Cars-Experten auch das High Speed Fahrzeug heute nicht mehr. Denn der Großteil der Fahrzeuge wird bei den Dreharbeiten zum legendären Sprung auf der Vincent Tomas Bridge in Long Beach zerstört. Auch bei den rasanten Verfolgungsjagten über den Containerhafen von Long Beach müssen diverse Fahrzeuge ihr Leben lassen.

Zurück bleiben einige Haufen an verunfallten Shelbys und die Hero Cars. Alle drei werden unmittelbar nach den Dreharbeiten zurück zu ihrem Herkunftsort, der Firma CVS, gebracht, um sich dort einem Re-Fit zu unterziehen und für einen eventuellen Weiterverkauf vorbereitet zu werden. Hierfür müssen die seitlichen Auspuffanlagen ausgetauscht werden, denn die Filmattrappen sind ohne Funktion. „Man griff auf die BORLA Doppelrohranlagen samt Schalldämpfer zurück, die schon damals kaum noch zu bekommen waren. Heute stellt diese Anlage ein wichtiges Erkennungsmerkmal eines echten Hero Cars dar“, sagt Chris. Formen, Konturen, Proportionen und das gesamte Erscheinungsbild der echten Fahrzeuge sind wesentlich harmonischer, rassiger, stimmiger und eleganter als alle anderen Repliken.

Die drei Helden-Autos wurden an Sammler verkauft. Ein Fahrzeug ging an einen bekannten Lamborghini Händler in den USA, ein weiteres ging an einen privaten Sammler, dessen Identität unbekannt ist. „Dieses Fahrzeug wurde 2013 bei ‚Mecum Auto Auctions’ in den USA versteigert und erzielte den unglaublichen Wert von $1.000.000.“ Ein Weltereignis auf dem Markt der Movie Cars und ein großer Einblick in die wertmäßige Zukunft von echten Eleanor Mustangs. Chris verfolgt die Entwicklung um den Mythos Eleanor weiter, beobachtet Auktionen und baut neue Kontakte auf. Im Februar bietet sich ihm als Vertreter von ChromeCars schließlich die einmalige Gelegenheit, ein Kaufangebot für das Eleanor Hero Car mit der intern von CVS geführten Nummer #7 der Filmauto-Flotte abgeben zu dürfen. „Die Philosophie und die Leidenschaft, mit der wir von ChromeCars bei der Sache sind, dazu das lang erarbeitete Fachwissen, das jeder von uns hat, waren ausschlaggebend“, sagt Chris. „Unsere #7 wurde damals von CVS direkt an einen privaten Sammler in England verkauft, der das Auto bis etwa 2012 besaß, danach verlor sich die Spur.“ Wie es schlussendlich zu dem Deal kam und welcher Kaufpreis bezahlt wurde, wird ein Geheimnis bleiben. „Nur so viel sei verraten, Nr. #7 wird erstmal nicht weiter verkauft.“

Warum auch? Ein solch seltenes Exemplar gibt man ungern her. Das Team von ChromeCars überlegt sich, Eleanor noch einmal zu ihrem Wirkungsort nach Los Angeles zurückzubringen. An den Originalschauplätzen des Films organisiert es ein Fotoshooting. Als Chris mit dem Team von ChromeCars dort eintrifft, ist er mehr denn je beeindruckt von Eleanors Schönheit. „Die einzigartige Form ist nicht zuletzt auch der Grund, warum wir uns damals alle in Eleanor verliebt haben. Wer heute eines der echten Hero Cars neben eine Low Budget Replica stellt, sieht auf Anhieb, wie groß die Unterschiede tatsächlich sind.“ Kein Wunder, dass bei der Begehrlichkeit auch die Preise andere sind als die für die Repliken. Für Oliver, Kai und Chris, die sich schon vor 17 Jahren in den Kult-Wagen verliebt haben, geht ein Traum in Erfüllung. Eleanor #7 ist nun angekommen.

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